W-Tec - Technologiezentrum Wuppertal

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Aktuelles // News

Von der Idee zum konkreten Projekt

Seminar am 23.02.2012
Kreatives Schreiben

Gründungsmarketing erfolgreich umgesetzt

Seminar am 09.02.2012:
Markteintritt und Image-Aufbau.

Vertrieb in 60 Sekunden

Seminar am 07.02.2012:
Das eigene Geschäftsmodell in wenigen knappen Sätzen erklären.

Gründerseminar


Von der Idee zum Konzept - ich gründe mein eigenes Unternehmen. Nächster Termin: 28.02.-29.02.2012.

START-AWARD NRW 2011


1. Preis für die Firma WaveScape Technologies

Wuppertaler Wirtschaftspreis 2011


In der Kategorie "Jungunternehmen des Jahres" gewinnt WaveScape Technologies den diesjährigen Wuppertaler Wirtschaftspreis.

W-tec Haus 4


Neue Büroflächen im W-tec. Das Exposé zum Download unter INFOS

Gründungskonzept

Leitfaden zur Bearbeitung des standardisierten Unternehmenskonzeptes

Einen Leitfaden finden Sie als PDF-Datei auf unser Download-Seite !
http://www.w-tec.de/download.htm

Leitfaden zur Erstellung eines
Gründungskonzepts (Business-Plan)

Ein Gründungskonzept ist die beste Voraussetzung für den Start in die Selbstständigkeit. Erst nach der Erstellung des Konzeptes, wenn Sie die Chance und das Risiko Ihrer Geschäftsidee auch in Euro berechnet haben, sollten Sie sich für oder gegen die Gründung eines Unter-nehmens entscheiden.

Ein Gründungkonzept ist die Voraussetzung
· für einen erfolgreichen Start. Im Durchschnitt müssen 50 % aller Gründer in den ersten drei Jahren Ihr Unternehmen wieder schließen. Bei den Gründungen mit vorher erstell-tem Gründungskonzept sind es nur noch 20 %.
· für die Beantragung von Fördermitteln, wie z. B. das Überbrückungsgeld der Agentur für Arbeit.
· für die Beantragung von Förderkrediten über Ihre Hausbank.
Achtung: Das Vorhaben darf bis zur Antragstellung für einen Förderkredit noch nicht begonnen worden sein. Wenn Sie öffentliche Mittel zur Finanzierung benötigen, dürfen Sie also erst dann ein Gewerbe anmelden, wenn Sie bei Ihrer Hausbank den Kreditan-trag für einen Förderkredit bereits unterschrieben haben.

Dieser Leitfaden muss auf ganz verschiedene Gründungsvorhaben passen. Von der Sup-penküche bis zu High-tec-Gründung. Überlegen Sie bitte bei jedem Punkt dieses Leitfadens, ob er für Ihre Gründung relevant ist. Legen Sie Ihre Gedanken in einigen Sätzen dar. Jeder Gründungsberater, dem Sie Ihr Konzept aushändigen, wird es streng vertraulich behandeln.
Bevor Sie Ihr Konzept weitergeben, sorgen Sie dafür, dass es einen ordentlichen Eindruck macht. So wie Sie Ihre Kleidung bei einem Vorstellungsgespräch sorgfältig auswählen, soll-ten Sie auch die Vorstellung Ihres Unternehmens behandeln, damit es äußerlich einen guten Eindruck macht. Sie sollten ein Titelblatt entwerfen und ein Inhaltsverzeichnis erstellen.
Beginnen Sie bitte bei der Bearbeitung des Konzeptes mit Kapitel 2. Das erste Kapitel ist eine Zusammenfassung und wird zuletzt erstellt.

1. Gründungsvorhaben - Kurzbeschreibung
Bitte zuletzt bearbeiten! Bitte kurz und deutlich: max. eine DIN A4-Seite und lesbar in 5 Minu-ten.
Dieses Kapitel ist eine schnelle Übersicht für Kreditgeber und Institutionen, die den Gründer beraten bzw. fördern sollen und damit ein wichtiger Teil des Konzeptes.
Nachstehende Punkte sind Zusammenfassungen der folgenden Kapitel des Konzeptes (wo-bei das Kapitel dieses Leitfadens, auf das sich die einzelnen Zusammenfassungen beziehen, jeweils in Klammern angegeben ist).
· Kurze und präzise Beschreibung der Geschäftsidee (basierend auf Kapitel 2)
o Besonderheit der Geschäftsidee
o Kundennutzen
· Neugründung oder Übernahme? Rechtsform? (Kap. 3)
· Persönliche Kompetenz (Kap. 4 und Anhang 1)
o beruflicher Werdegang, soweit für die Geschäftsidee relevant
o persönliche Erfahrungen und Kenntnisse, soweit relevant
· Marktanalyse (Kap. 5)
o Marktgröße (räumlich, quantitativ)
o Konkurrenz
o Zulieferer
o Kunden
· Vertriebswege und Marketing (Kap. 6)
· Mittel- und langfristige Ziele (Kap. 8)
o Gewinnziele
o Strategie zur Erreichung der Ziele
o Vision – optimistisch und realistisch
· Investitionssumme (Kap. 7), unterteilt in
o kurzfristige Investitionen (vor der Gründung)
o mittel- bis langfristige Investitionen
o Reserven im Eigen- oder Fremdkapital
2. Produkt / Dienstleistung
Bitte beginnen Sie mit diesem Abschnitt, aber fassen Sie sich kurz. Viele Punkte werden in den folgenden Abschnitten noch einmal aufgegriffen.
2.1. Beschreibung des Produkts bzw. der Dienstleistung
· wichtigste Merkmale / Konkurrenzprodukte, -angebote
· Bieten Sie etwas ganz Neues an? Oder wollen Sie die Kunden der Konkurrenz für sich gewinnen?
· besondere Eigenschaften – Unterschied zu bestehenden Lösungen (= Stand der Technik)
· Gesetzliche Einschränkungen oder Vorschriften
· Patentsituation
o Kann die Idee geschützt werden?
o Müssen Lizenzen / Nutzungsrechte von Dritten erworben werden?
· Gibt es Ideen zur Weiterwicklung oder Variation des Angebots?
· Ist eine Garantie vorgesehen?
· Serviceangebot?
Wichtig: Verständlichkeit – Fachausdrücke vermeiden oder erklären. Den Stand der Technik nachvollziehbar erläutern.
2.2. Kundenvorteile / Kundennutzen
· Qualitätsvorteile
· Preisvorteile
· Stärken / Schwächen des eigenen Angebotes
· Stärken / Schwächen des Konkurrenzangebotes
2.3. Zukunftsaussichten
· Weiterentwicklung
· Erschließen neuer Anwendungsfelder
· strategische Allianzen (kann bei Ansiedlung bereits berücksichtigt werden)
3. Unternehmen - Gründungsart und Unternehmensorganisation
· Rechtsform mit Begründung
· Name und Sitz des Unternehmens
· weiterer Personalbedarf ?
o Anforderungsprofile
o Einsatzplanung
o Personalkosten
nur für Einzelunternehmer/innen
· Erreichbarkeit für die Kunden
· Arbeits- und Urlaubszeiten
nur für Gesellschaften (d.h. Teamgründungen/mehrere Gründer)
· Anteile der Gesellschafter mit Begründung
· Persönliche Ziele der Gesellschafter (z. B. wird der Kapitalanteil dauerhaft gehalten? Sollen Gewinne ausgeschüttet oder reinvestiert werden?)
· mehrere Gründer / Einstellung von Führungskräften:
o klare Trennung von Kompetenzen
o Aufgabenverteilung
o Vertretungsregelungen
· Gesellschafts- und Arbeitsverträge
o Rechtsberatungskosten?
nur für Kapitalgesellschaften
· Kapitalausstattung
· Geschäftsführer
Tipp: Bei mehreren Gründern sollte ein Gesellschaftsvertrag geschlossen werden.
4. Angaben zu den Gründern / Unternehmensleitung
Ein tabellarischer Lebenslauf jedes Gründers muss dem Konzept als Anhang 1 beigefügt werden.
In diesem Kapitel wird auf die Elemente des Lebenslaufes eingegangen, die für die Ge-schäftsidee von besonderer Bedeutung sind, z. B.:
· Schul-, Ausbildungs- und Studienabschluss
· Zusatzqualifikationen
· Berufserfahrung / Praktika
· technische Kenntnisse
· kaufmännische Kenntnisse
· Branchenerfahrungen
Tipp: vorhandene Defizite nicht verheimlichen – Wege zur Aufarbeitung der Defizite benen-nen (Fachleute engagieren, Weiterbildungsmaßnahmen besuchen usw.).
Tipp: Prüfen Sie sich selbst! Als Unternehmer/-in benötigen Sie neben Fachwissen und kaufmännischen Kenntnissen auch
· Kreativität
· Flexibilität
· soziale Kompetenz
· Disziplin
· Organisationstalent
· Ein Unternehmer muss seine eigenen Stärken und Schwächen gut kennen
Haben Sie die volle Unterstützung durch Ihr soziales Umfeld?
· Wie ist Ihre familiäre Situation?
· Unterstützung durch Freunde, Angehörige usw.?

5. Markt und Konkurrenz
Bitte geben Sie zu allen Zahlen in diesem Kapitel Ihre Quellen an. Wenn Sie schätzen, dann schreiben Sie „eigene Schätzung“ und erläutern welche Erfahrungen Ihrer Schätzung zugrunde liegen.
5.1. räumliche Marktabgrenzung
· eigener Standort
· Abgrenzung des Marktes, auf dem das Produkt bzw. die Dienstleistung angeboten werden soll (z. B. Wuppertal oder Wuppertal und Schwelm oder NRW usw.) – evtl. muss nach Geschäftsfeldern differenziert werden
5.2. Branche
· aktuelle Situation der Branche
· Einschätzung der zukünftigen Entwicklung
· marktbestimmende Trends
· Innovationen
· ökologische Entwicklungen
Bitte kurz!
5.3. Wettbewerb
· Wer sind die Konkurrenten? Firmen nennen! Größe? Wie viele?
· Stärken und Schwächen der Mitanbieter.
· Gibt es ähnliche Produkte oder Dienstleistungen (indirekte Wettbewerber)?
· Wettbewerbsvorteile des eigenen Angebots.
5.4. Kunden
· Welches sind die Zielgruppen für Ihr Angebot?
· Entscheidungskriterien der Zielgruppen (z. B. Preis, Qualität, Service)
· Gibt es mögliche Großkunden in Ihrem Markt?
· Quantitatives Kundenpotenzial im oben räumlich abgegrenzten Markt (5. 1.)
· Gibt es bereits Referenzkunden?
· Können Sie Multiplikatoren für sich gewinnen?
· Absatzziele

6. Marketing und Vertrieb
6.1. Markteintrittsstrategie
· Markteintrittsstrategie
· Schritte der Markteinführung
· Zeitplan mit Kostenplan und Zwischenzielen
Tipp: Entwerfen Sie einen Zeitplan für die ersten sechs Monate als Diagramm mit Zeitachse, Aktivitäten und Zwischenzielen. Dieses Diagramm ist später auch Grundlage Ihrer eigenen Erfolgskontrolle, denn nach sechs Monaten lässt sich schon relativ sicher über den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmensgründung urteilen.
6.2. Vertriebskonzept
· Vertriebswege
· eigene Vertriebsorganisation oder Nutzung externer Vertriebswege
· Vertriebskosten
· Qualifikation der Vertriebsmitarbeiter
· Geben Sie Rabatte? Welche Zahlungsziele gewähren Sie Ihren Kunden?
Wichtig: die Zielgruppen (aus 5.4.) müssen durch den Vertrieb alle erreicht werden.
6.3. Absatzförderung / Werbung
· Reichweite
· Öffentlichkeitsarbeit
· Kosten
Tipp: Besuchen Sie schon im Vorfeld der Gründung ein Seminar zum Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

7. Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
Kapitalbedarfsplan €
Investitionen
1. Grundstücke und Gebäude
2. Renovierungskosten / Nebenkosten
3. Betriebsausstattung
- Maschinen
- PC / Peripherie
- Verbrauchsmaterial
- Büroeinrichtung
- Bürokommunikation
4. Fahrzeuge
5. Warenerstausstattung
6. Kaufpreis / Übernahmepreis
Gründungsnebenkosten
1. Mietkaution
2. Patent-. Lizenz-, Franchisegebühr
3. Beratungen
4. Notar / Handelsregister
5. Kosten der Markteinführung
Betriebsmittel
1. Courtage
2. Vorfinanzierung von Aufträgen
3. Reserve für Betriebsmittel in der Anlaufphase
4. Reserve für Lebensunterhalt in der Anlaufphase
Summe

Finanzierungsplan €
Eigenmittel
Barvermögen
Sacheinlagen
Eigenleistungen
Verwandtendarlehen
Beteiligungskapital
Fremdmittel
Förderkredit
Hausbankkredit
Summe

Tipp: Als Reserve für Betriebsmittel sollten Sie mindestens ¼ des Jahresbetrages aus der Ertragsplanung (Kapitel 8) einsetzen. Da der Betriebsmittelbedarf abhängig von Branche und Vorhaben unterschiedlich sein kann, dient zu Kontrolle des Kapitalbedarfes die Liquiditäts-planung (Kapital 9). Ein positiver Liquiditätssaldo weist auf einen geringeren Kapitalbedarf, ein negativer auf weiteren Kapitalbedarf hin.
Als Reserve für den Lebensunterhalt in der Anfangsphase sollten Sie mindestens ¼ der an-gemessenen Privatentnahme aus der Ertragsvorschau (Kapitel 8) einsetzen.

Tipp: Es wird erwartet, dass mindestens 20 % Eigenmittel vorhanden sind. Förderkredite können nur über die Hausbank beantragt werden. Das Vorhaben darf bei Antragstellung al-lerdings noch nicht begonnen worden sein!
8. Ertragsplanung
Das Ziel jeder Neugründung ist es, rasch die Gewinnschwelle zu erreichen und möglichst ho-he Gewinne zu erzielen. In der folgenden Ertragsplanung wird die Gewinnschwelle durch die Höhe des Aufwands definiert. Sie sollten deshalb als Ergebnis eine Null oder einen positiven Wert erreichen. Wenn bei der Planung ein Fehlbetrag übrig bleibt, sollten Sie von einer Gründung Abstand nehmen.

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
Ertrag (€/Jahr)

Aufwand (€/Jahr)
1. Personalkosten (nicht für Gründer/-in)
2. Raum- und Nebenkosten (nur betriebl. Nut-zung)
3. Werbung
3. KfZ-Kosten (nur für betriebl. Nutzung!)
4. Reisekosten
5. Telefon / Porto / Fax
6. Büromaterial/Verpackung
7. Reparaturen/Instandhaltung
8. Versicherungen (nur betriebl.)
9. Beiträge (z. B. Kammer)
10. Leasing
11. Buchführungskosten/Beratung
12. Sonstiges
13. Abschreibungen, z. B. für:
- Büroeinrichtung
- PC / Bürokommunikation
- Firmen-PKW
Zwischensumme (Aufwand für Betriebs-mittel)
14. angemessene Privatentnahme
15. Zinsaufwand
16. Tilgung
17. Gewerbesteuer
18. sonstige Steuern
Summe
Ergebnis

Die Planung orientiert sich nicht an den Regeln des Steuerrechts! Sinn dieser Planung ist es, ein realistisches Bild von Aufwand (Kosten) und Ertrag zu ermitteln, damit Chance und Risiko der geplanten Unternehmensgründung beurteilt werden können.
Wichtig: Wie setzen sich die Erträge zusammen? Als Produktionsunternehmen geben Sie bitte die Nettoerträge (d. h. abzgl. Bestandsveränderungen, Materialaufwand und Fremdleis-tungen) an. Bei Gründungen im Bereich Handel, Produktion, Gastronmie u. ä. muss der Wa-reneinsatz extra ausgewiesen werden. Als Dienstleister/-in nennen Sie unbedingt Ihren Ta-ges- bzw. Stundensatz und die Zahl der Tagewerke, die sie für Erträge in der angegebenen Höhe verkaufen müssen.

Tipp: Berechnung der Tagewerke
Jahresarbeitstage 250
abzgl. Urlaubstage
abzgl. Krankheitstage
Summe Tage
abzgl. 40 % Akquise- und Verwaltungsaufwand
Tagewerke

Wichtig: Bitte geben Sie bei dem Aufwand nur Kosten des Betriebes an. Personalkosten fal-len nur an, wenn Sie jemanden beschäftigen. Die angemessene Privatentnahme dient zur Deckung des Lebensunterhalts der Gründer (einschl. aller Versicherungen (Kranken-, Ren-ten-, usw.), privater Miete usw.).
Tipp: Die Kfz-Kosten lassen sich nach der Faustformel: gefahrene km * 0,26 € berechnen. Die angemessene Privatentnahme liegt im Durchschnitt etwa bei 30.000 € pro Gründer pro Jahr.
Wichtig: Die Abschreibungen müssen sich für diese Planung nicht unbedingt am Steuer-recht orientieren. Sie können den tatsächlichen Werteverzehr berücksichtigen, um ein realis-tisches Bild ihrer Kosten zu bekommen. Was heißt das? Z. B. werden Computer steuerrecht-lich über 4 Jahre abgeschrieben. Wenn sie aber ein Unternehmen im IT-Bereich gründen wollen, so kann es sein, dass sie alle zwei Jahre neue PCs benötigen. Wenn sie also bei der Gründung 5.000 € in die Computer investieren, so sind diese für ihren Betrieb nach Ablauf von zwei Jahren wertlos und müssen ersetzt werden. Der tatsächliche Werteverzehr – und damit die Höhe der Abschreibung für ihre Kostenplanung beträgt in diesem Beispiel also 2.500 € pro Jahr. Genauso kann es auch sein, dass sie Investitionsgüter länger nutzen kön-nen, als es dass Steuerrecht annimmt. Auch in diesen Fällen geben sie bitte den tatsächli-chen Werteverzehr an.
In dieser Planung berücksichtigen Sie bitte nur die betrieblichen Steuern, wie z. B. die Ge-werbesteuer. Der Jahresüberschuss wird bei Personengesellschaften über die Einkommens-steuer versteuert, die für diese Planung in der angemessenen Privatentnahme enthalten ist.

9. Liquiditätsplanung
Illiquidität ist der häufigste Konkursgrund. Deshalb legen vor allem Fremdkapitalgeber wie z. B. Banken und Sparkassen großen Wert auf eine Liquiditätsplanung. Für diese Planung ist entscheidend, wann gezahlt wird, d. h. wann Geld fließt.
Die Liquiditätsplanung zeigt auch den Bedarf an Betriebsmitteln auf. Ein negativer Saldo in der Anlaufphase sollte in der Planung der Finanzierung berücksichtigt werden. Die Liquidi-tätsplanung ist die finanzierende Bank die Grundlage für die Bestimmung der Höhe des be-nötigten Gründungskredites und der Kreditlinie auf dem Geschäftskonto.

Monat 1 Monat 2 usw. bis Monat 12 Summe
Einzahlungen …
+ Umsatz (inkl. USt.) …
+ Sonst. Einzahl. (erläutern!) …
= Summe Liquiditätszugang …
Auszahlungen …
+ Anlageinvestitionen ...
+ Personal …
+ Material/Waren …
+ Sonst. Betriebsausgaben …
+ Kredittilgung …
+ Zinsen …
+ Umsatzsteuer …
+ Steuern …
+ Privatentnahme …
+ Sonstige Auszahl. (erläu-tern!) …
= Summe Liquiditätsabgang …
Liquiditätssaldo …
Finanzierung …
+ Eigenkapital …
+ Fremdkapital …
= Liquiditätssaldo …
Liquiditätssaldo kumuliert …

Wichtig: Bitte erläutern Sie die Sonstigen Ein- und Auszahlungen.
Tipp: In den sonstigen Betriebsausgaben werden die Punkte 3. (Werbung) bis 12. (sonstige Kosten) der Ertragsplanung zusammengefasst.
Tipp: Beachten Sie, dass die Zahlungsziele, die Sie Ihren Kunden gewähren i. d. R. ausge-schöpft und überzogen werden. Umsätze fallen also nur bei Barzahlung direkt mit der Erbringung der Leistung an. Beachten Sie besondere Zahlungstermine, wie z. B. Steuern oder Ma-terialeinkauf und saisonale Schwankungen.

Dr. Martin Hebler, Technologiezentrum Wuppertal
August 2004